Duisburgs Meiderich kämpft gegen den umstrittenen A59-Ausbau und droht mit Klagen
Luisa KleinDuisburgs Meiderich kämpft gegen den umstrittenen A59-Ausbau und droht mit Klagen
Geplante 6,7-Kilometer-Erweiterung der A59 löst heftigen Widerstand im Duisburger Stadtteil Meiderich aus
Anwohner haben mit lautstarken Protesten gegen den Ausbau reagiert, während der Stadtrat vor schweren Beeinträchtigungen warnt, falls die Bundespläne wie vorgesehen umgesetzt werden. Im Mittelpunkt des Streits stehen Lärmschutzwälle und die Ablehnung einer vorgeschlagenen Tunnel-Alternative.
Die Auseinandersetzung verschärfte sich, nachdem die Autobahn GmbH den Tunnelvorschlag der Stadt abgelehnt hatte. Behörden argumentieren, dieser würde die Kosten um 2,3 Milliarden Euro erhöhen und die Bauarbeiten um Jahre verzögern. Stattdessen treiben die Bundesbehörden ihre aktuellen Pläne voran – inklusive Maßnahmen zur Lärmminderung.
Bereits begonnen haben die Arbeiten an einer maroden A59-Brücke, die mit einer symbolischen Grundsteinlegung eingeleitet wurden. Doch die Anwohner lassen sich nicht überzeugen. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link warnte, dass hohe Lärmschutzwälle einigen Häusern das Sonnenlicht nehmen und die Tageslichtphase auf nur wenige Stunden pro Tag reduzieren könnten.
Als Reaktion erwägt die Stadt rechtliche Schritte, falls die Bundesbehörden nicht nachgeben. Der Konflikt spiegelt eine grundsätzliche Spannung wider: Infrastrukturprojekte, bei denen Kosteneffizienz und die Belange der Anwohner aufeinanderprallen.
Der Autobahnausbau bleibt umstritten – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Sollten die Bundespläne unverändert umgesetzt werden, könnte die Stadt juristisch dagegen vorgehen. Unterdessen machen die Anwohner weiterhin mobil, aus Sorge vor langfristigen Folgen für ihr Viertel.






