Duisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen am 19. Februar

Lina Koch
Lina Koch
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Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, mit handgeschriebenem Text auf seinen Seiten.Lina Koch

Duisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen am 19. Februar

Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus in Duisburg

Am Donnerstag, dem 19. Februar, findet in Duisburg eine kostenlose öffentliche Veranstaltung zum Thema Zwangssterilisationen während der NS-Zeit statt. Der Vortrag wird von Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen geleitet und beginnt um 18:15 Uhr in der DenkStätte im Stadtarchiv am Karmelitzplatz 5.

Im Mittelpunkt steht das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", das am 14. Juli 1933 in Kraft trat und bis 1949 angewendet wurde. Dr. Kern wird die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren analysieren, die dessen Umsetzung in Duisburg prägten. Zudem geht es um die rechtlichen und administrativen Strukturen, die hinter diesen Veranstaltungen standen.

Die Teilnehmer erhalten einen statistischen Überblick über die Zwangssterilisationen, ergänzt durch Fallbeispiele. Ziel der Veranstaltung ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen dieser Politik für Betroffene und die Stadt. Die Platzzahl ist auf 60 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag ist Teil einer umfassenderen Aufarbeitung dieser Epoche. Eine Folgeveranstaltung ist für den 19. Februar 2026 im Historischen Zentrum Duisburg geplant. Aus den verfügbaren Quellen geht nicht hervor, wie viele Sterilisationen in Duisburg durchgeführt wurden oder welche medizinischen Einrichtungen beteiligt waren.

Die Veranstaltung bietet eine detaillierte Betrachtung eines dunklen Kapitels der Duisburger Geschichte unter nationalsozialistischer Herrschaft. Der Eintritt ist frei; neben historischem Kontext werden auch fallbasierte Einblicke in die Praxis der Zwangssterilisationen geboten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und eine vertiefende Diskussion.