Dortmunds Champions-League-Spiel unter Boykott-Druck: Protest gegen Polizeimaßnahmen

Luisa Klein
Luisa Klein
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Männern, die auf einem Feld Fußball spielen, mit Zuschauern im Hintergrund und einer Tafel mit der Aufschrift "Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96".Luisa Klein

Früherer Anpfiff: So sehen Sie Borussia Dortmund - Atalanta Bergamo live - Dortmunds Champions-League-Spiel unter Boykott-Druck: Protest gegen Polizeimaßnahmen

Borussia Dortmund steht vor einem angespannten Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo. Die Ultra-Gruppen des Vereins haben zum Boykott des Champions-League-Spiels aufgerufen – als Protest gegen das, was sie als überzogene Polizeimaßnahmen bezeichnen. Gleichzeitig steht die Mannschaft kurz vor dem Einzug in die K.-o.-Phase der Champions League, nachdem sie das Hinspiel mit 2:0 für sich entschieden hat.

Die Vereinsführung hat klar gemacht, dass die Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League absolute Priorität hat. Vertragsverhandlungen und andere Ablenkungen wurden beiseitegeschoben, um sich voll auf das Rückspiel in Italien zu konzentrieren.

Doch die Reise gestaltet sich für die mitreisenden Fans alles andere als reibungslos. Einige Anhänger wurde die Einreise nach Italien verweigert, andere berichteten von Polizeibesuchen in ihren Hotels und Mietunterkünften. Der Verein verurteilte diese Maßnahmen als "unverhältnismäßig" und kritisierte die Behandlung seiner Fans scharf.

Als Reaktion kündigten Dortmunds Ultras an, dem Champions-League-Spiel fernzubleiben. Ihr Protest richtet sich gegen die Polizeitaktik und nicht gegen die Mannschaft selbst – doch er erhöht den Druck auf eine ohnehin schon brisante Champions-League-Partie.

Auf dem Platz hat die deutsche Mannschaft eine starke Ausgangsposition. Der 2:0-Heimsieg der Vorwoche bedeutet, dass bereits ein Unentschieden oder sogar eine knappe Niederlage für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League reichen könnte.

Das Champions-League-Spiel findet nun unter ungewöhnlichen Bedingungen statt: Wichtige Fangruppen fehlen, die Stimmung ist angespannt. Der sportliche Erfolg liegt in Dortmunds Reichweite – doch die Konflikte abseits des Platzes haben den Fußball in den Hintergrund gedrängt. Die Partie wird entscheiden, ob die Borussen weiterkommen oder ein frühes Champions-League-Aus droht.