Deutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum globalen Marktführer
Johanna KrügerDeutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum globalen Marktführer
Deutsche Telekom und T-Mobile US loten Fusion zur Schaffung des weltweit größten Mobilfunkbetreibers aus
Deutsche Telekom und T-Mobile US prüfen eine Fusion, die den mit Abstand größten Mobilfunkanbieter der Welt entstehen lassen würde. Das kombinierte Unternehmen würde China Mobile im Börsenwert übertreffen, wobei die Gespräche sich auf eine Holdingstruktur konzentrieren. Beide Konzerne erwägen einen Aktientausch, um ihre Anteile unter einem Dach zu vereinen.
Derzeit hält die Deutsche Telekom rund 53 Prozent an T-Mobile US, das maßgeblich zu ihren Betriebserträgen beiträgt. Eine Fusion könnte den Bewertungsabschlag auf die Aktien der Deutschen Telekom verringern und ihren Zugang zu Kapital verbessern. Vorstandsvorsitzender Tim Höttges hat wiederholt die Bedeutung des US-Geschäfts betont und darauf hingewiesen, dass die zersplitterten Märkte und strengen Regulierungen in Europa die Wachstumschancen begrenzen.
Die deutsche Bundesregierung besitzt einen Anteil von 28 Prozent an der Deutschen Telekom und übt damit erheblichen Einfluss auf eine mögliche Transaktion aus. Von politischer Seite dürften Forderungen erhoben werden – etwa der Schutz deutscher Arbeitsplätze oder Zusagen für US-Investitionen. Analysten zufolge würde die Fusion vor allem strategische Flexibilität für künftige Großübernahmen bieten, weniger jedoch kurzfristige Kosteneinsparungen bringen.
Das neue Unternehmen könnte – ähnlich wie beim Zusammenschluss von Praxair und Linde – an den Börsen in den USA und Europa notiert werden. T-Mobile US bringt eine Marktkapitalisierung von etwa 215 Milliarden US-Dollar ein, während die Deutsche Telekom auf rund 141 Milliarden Euro taxiert wird. Gemeinsam würde der Konzern die globale Telekommunikationsbranche nach Börsenwert dominieren.
Eine Fusion von Deutsche Telekom und T-Mobile US würde die weltweite Telekommunikationslandschaft grundlegend verändern. Der Deal würde einen Marktführer mit größerer finanzieller Schlagkraft und strategischen Optionen schaffen. Doch ob die Pläne vorankommen, hängt maßgeblich von politischen und regulatorischen Genehmigungen ab.






