Deutsche Bahn saniert Strecke Hagen–Köln – doch kritische Stellwerke bleiben veraltet

Luisa Klein
Luisa Klein
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Ein altes Stadtplan von Köln, Deutschland, das die Gebäudeanordnung mit begleitendem Text zeigt.Luisa Klein

Deutsche Bahn saniert Strecke Hagen–Köln – doch kritische Stellwerke bleiben veraltet

Die Deutsche Bahn hat ein großes Sanierungsprojekt entlang der Eisenbahnstrecke Hagen–Wuppertal–Köln angekündigt. Doch zentrale Teile der Infrastruktur bleiben trotz des maroden Zustands einiger Stellwerke unangetastet. Die Aufwertungsarbeiten sollen zwar bis Ende 2026 abgeschlossen sein, doch weitere Verzögerungen betreffen benachbarte S-Bahn-Stationen.

Besonders kritisch ist der Zustand der Stellwerke entlang der Strecke. Fünf davon werden als "schlecht" oder "sehr schlecht" eingestuft – drei in Schwelm, Solingen und am Hagener Hauptbahnhof gelten als "schlecht", während die beiden in Wuppertal-Oberbarmen und Wuppertal-Steinbeck in einem kritischen Zustand sind. Dennoch hat die Deutsche Bahn (DB Netz AG) bestätigt, dass keines der acht Stellwerke im Rahmen des Projekts modernisiert wird.

Nur sechs Hauptbahnhöfe erhalten eine vollständige Sanierung, wobei vier als "zukunftssichere Bahnhöfe" eingestuft werden. Auch das neue Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) wird auf dieser Strecke nicht eingeführt. Die Sanierung des Korridors soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Modernisierung der sechs S-Bahn-Stationen wird jedoch länger dauern: Hier sind die Arbeiten frühestens Ende 2027 fertig – eine Lücke von mindestens eineinhalb Jahren zwischen den beiden Bauphasen.

Die Entscheidung, die Stellwerke und die ETCS-Einführung auszuklammern, bedeutet, dass Teile der Strecke veraltet bleiben. Zwar profitieren die sechs Hauptbahnhöfe von der Modernisierung, doch die S-Bahn-Stationen müssen mit weiteren Verzögerungen rechnen. Am Ende bleibt ein Teil der maroden Infrastruktur trotz des Sanierungsprojekts der Deutschen Bahn unverändert.