DeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – KI soll künftig Abläufe übernehmen
Luisa KleinDeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – KI soll künftig Abläufe übernehmen
DeepL, das KI-Übersetzungsunternehmen, das einst mit zwei Milliarden Dollar bewertet wurde, hat etwa 250 Stellen abgebaut – das entspricht rund einem Viertel seiner Belegschaft. Der Schritt erfolgt im Zuge einer Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf Echtzeit-Sprachübersetzungen und die breitere Integration von Künstlicher Intelligenz konzentrieren will. Berichten zufolge erhielten die betroffenen Mitarbeiter nur wenig Vorwarnung vor der Bekanntgabe der Entlassungen.
Gründer und CEO Jarosław Kutylowski teilte die Nachricht auf LinkedIn mit und stellte die Stellenstreichungen als Teil einer strategischen Neuaufstellung dar. Das Unternehmen plant, seine Abläufe durch den Einsatz von KI zu verschlanken, indem routinemäßige Aufgaben in allen Abteilungen automatisiert werden. Dies folgt auf die Einführung eines autonomen KI-Agenten durch DeepL im Jahr 2023 – ein Schritt in einen hochkompetitiven Markt.
Die Umstrukturierung fällt mit finanziellen Herausforderungen zusammen. DeepL verzeichnete 2023 ein negatives operatives Ergebnis (EBIT) und rechnet auch in naher Zukunft mit weiteren Verlusten. Trotz dieser Schwierigkeiten baut das Unternehmen seine Ambitionen im Bereich der Echtzeitübersetzung aus, gestützt durch neue Partnerschaften in den USA.
Um diesen Kurs zu unterstützen, eröffnet DeepL ein Büro in San Francisco. Ziel ist es, die Entwicklung der Sprach-zu-Sprach-Technologie zu beschleunigen – und das, während das Unternehmen gleichzeitig seine Gesamtbelegschaft reduziert. Künftig sollen kleinere, spezialisierte Teams die KI-gestützten Projekte vorantreiben.
Die Entlassungen markieren eine deutliche Wende für DeepL, das noch vor der Finanzierungsrunde 2024 rasant gewachsen war. Mit 250 weniger Mitarbeitern setzt das Unternehmen nun auf KI-Effizienz und Echtzeitübersetzung, um seine Zukunft zu sichern. Ob dieser Strategiewechsel gelingt, hängt davon ab, ob die neuen Pläne die anhaltenden finanziellen Verluste ausgleichen können.






