24 April 2026, 16:19

DB Cargo testet erstmals in Europa eine selbstfahrende Güterlok

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnschiene und -anlage, begleitet von Text und Illustrationen.

DB Cargo testet erstmals in Europa eine selbstfahrende Güterlok

DB Cargo rüstet erstmals in Europa eine Güterlok mit automatisierter Fahrtechnik aus

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Das Projekt markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Innovation des Schienengüterverkehrs und wird mit 18,86 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert. Ab Oktober 2025 beginnen Testfahrten auf der niederländischen Betuweroute, bei denen neue Wege zur Steigerung von Effizienz und Kapazität erprobt werden.

Die Lokomotive ist mit modernsten Systemen für den automatisierten Zugbetrieb (ATO, Automatic Train Operation) und die Fernsteuerung von Zügen (RTO, Remote Train Operation) ausgestattet. Im ATO-Modus übernimmt sie selbstständig Beschleunigung, Fahrt, Bremsen und Halten – ganz ohne manuelle Eingriffe. Die Technologie ist Teil des Bundesprogramms "Zukunft Schienengüterverkehr – Innovationen fördern", das die Modernisierung der Branche vorantreiben soll.

Während des einjährigen Versuchsbetriebs werden Ingenieure das System mit verschiedenen Waggon-Typen und Beladungszuständen testen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Automatisierung unter realen Bedingungen im Güterverkehr zu bewerten. Sigrid Nikutta, Vorstandsmitglied für Güterverkehr bei der Deutschen Bahn, betonte, dass automatisierte Lokomotiven die Kapazitäten erhöhen und die Servicequalität steigern werden.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hob die Vorteile für die Beschäftigten hervor: Automatisierung entlaste das Personal und sichere gleichzeitig langfristig Arbeitsplätze. Das Projekt gilt als Vorbild für den Schienengüterverkehr in ganz Europa und setzt neue Maßstäbe in puncto Effizienz und Zuverlässigkeit.

Die Testphase läuft bis Ende 2026, wobei die Ergebnisse die Zukunft des automatisierten Gütertransports prägen sollen. Bei Erfolg könnte die Technologie flächendeckend eingeführt werden und den Transport von Waren auf der Schiene grundlegend verändern. Die Initiative ist zudem Teil umfassender Bestrebungen, den Schienengüterverkehr wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu gestalten.

Quelle