Chukwuemeka vor Nationalmannschafts-Wechsel: Soll er Österreichs Mittelfeld retten?

Julian Lang
Julian Lang
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Ein Mann in einem grünen Fussballtrikot läuft mit einem Fussball, trägt ein grünes T-Shirt, Shorts, Socken und Schuhe, mit sichtbaren Tattoos, vor einem Hintergrund mit einem Logo und Text.Julian Lang

Chukwuemeka vor Nationalmannschafts-Wechsel: Soll er Österreichs Mittelfeld retten?

Carney Chukwuemeka, der 22-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, könnte bald die Staatsbürgerschaft wechseln und künftig für Österreich auflaufen. Der in Eisenstadt geborene Sohn nigerianischer Eltern verbrachte den Großteil seiner Karriere in England, doch nun zeichnet sich ein Wechsel zur Nationalmannschaft seines Geburtslandes ab. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) prüft derzeit eine mögliche Nominierung des Talents.

Chukwuemeka begann seine Fußballlaufbahn im Burgenland, bevor er als Kind nach England zog. 2022 gewann er mit der englischen U19-Nationalmannschaft die Europameisterschaft, ein Länderspiel für die A-Auswahl blieb ihm jedoch verwehrt. Sein Karriereweg nahm eine entscheidende Wende, als Dortmund ihn zunächst von Chelsea auslieh und ihn im vergangenen Sommer für rund 20 Millionen Euro fest verpflichtete.

In dieser Saison kam er auf 26 Einsätze für die Borussen, davon jedoch nur acht in der Startelf. Sein möglicher Nationalmannschafts-Einberuf kommt zu einer Zeit, in der Österreichs Team seit Jahren um die Qualifikation für große Turniere kämpft. In den letzten fünf Jahren verpassten die ÖFB-Kicker nach einem dritten Platz in der Gruppenphase die WM 2022 und scheiterten kürzlich im Viertelfinale der Play-offs für die WM 2026 an Norwegen.

Während Mannschaften wie die Ukraine oder Serbien Fortschritte zeigen, stagniert die Leistung der österreichischen Auswahl. Der ÖFB hat noch keine endgültige Entscheidung über Chukwuemekas Spielberechtigung getroffen, doch seine Verpflichtung könnte dem Mittelfeld neue Impulse verleihen.

Falls nominiert, würde der 22-Jährige die Kadertiefe der Österreicher vor den anstehenden Qualifikationsspielen verstärken. Seine Erfahrung in europäischen Topligen und seine Erfolge mit Englands Jugendteams könnten der Mannschaft in den kommenden Wettbewerben zugutekommen. Die Entscheidung des ÖFB wird zeigen, ob er Teil des Neuaufbaus der Nationalelf wird.