CDU-Aschermittwoch zwischen Tradition und klarem Kurs für Deutschlands Zukunft

Luisa Klein
Luisa Klein
2 Min.
Eine Gruppe strahlender Menschen um einen Tisch mit Papieren herumstehend, umgeben von Fahnen, Topfpflanzen und einem Fotorahmen an der Wand, feiert die Unterzeichnung eines Memorandums von Verständnis zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada.Luisa Klein

CDU-Aschermittwoch zwischen Tradition und klarem Kurs für Deutschlands Zukunft

Die traditionelle Politische Aschermittwochsveranstaltung der CDU Rhein-Berg fand in diesem Jahr im Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach statt. Bei Fischmittagessen und pointierten politischen Debatten stand vor allem die Rede von Johannes Winkel im Mittelpunkt. Der Bundesvorsitzende der Jungen Union und Bundestagsabgeordnete setzte mit seinem Vortrag einen klaren Kurs für das kommende Jahr.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Maurice Winter, dem neu gewählten Kreisvorsitzenden der CDU, der in seiner Ansprache Rückblick und Ausblick verband – mit einem Appell an Verantwortungsbewusstsein und entschlossenes Handeln.

Die Veranstaltung bot eine Plattform für lebhafte politische Diskussionen. Winkel übt scharfe Kritik an der aktuellen Bundespolitik und forderte in zentralen Fragen wie Migration und Sicherheit klare Linien sowie konsequente Entscheidungen. Zudem betonte er, dass Deutschland bei der Gestaltung zukünftiger Politiken stärker auf die eigenen Stärken setzen müsse.

Winter hingegen hob die Bedeutung von parteiübergreifender Zusammenarbeit hervor. Er dankte den lokalen Grünen und der SPD für die konstruktive Arbeit und verwies auf jüngste gemeinsame Initiativen im Stadtrat. Anfang 2026 hatten die drei Fraktionen einen gemeinsamen Antrag für einen Masterplan Stadtmitte eingereicht, der unter anderem das Zanders-Gelände, das Bahnhofsumfeld und die Alten Stadthäuser umfasst. Der Plan, der am 5. März im Planungsausschuss beraten wird, setzt Einzelentscheidungen – etwa zu Abrissen oder Sanierungen – vorerst aus, bis eine gemeinsame Vision steht. Die Kooperation markiert das erste große gemeinsame Projekt der drei stärksten Fraktionen seit der Wahl 2025.

Der Ton der Veranstaltung bewegte sich zwischen Tradition und Zukunftsorientierung. Während der Aschermittwoch klassischerweise zur Besinnung einlädt, stand diesmal auch der Ruf nach stärkerer politischer Führung und Verantwortung im Raum.

Die Politische Aschermittwochsveranstaltung der CDU unterstrich die Forderung nach klaren nationalen Leitlinien und lokaler Zusammenarbeit. Winkels Rede setzte deutliche Akzente in den Bereichen Migration, Sicherheit und Eigenständigkeit, während Winters Worte die Bedeutung des Brückenschlags zwischen den Parteien betonten.

Der Masterplan Stadtmitte geht nun in den Planungsausschuss zur Debatte – bis dahin ruhen Entscheidungen zu zentralen Flächen. Die Veranstaltung hinterließ bei den Teilnehmenden eine Mischung aus politischer Herausforderung und dem Bekenntnis zu gemeinsamem Fortschritt.