Bundespolizei stoppt zwei Männer mit 59.000 Euro aus Darknet-Geschäften an der Grenze

Julian Lang
Julian Lang
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Eine Gruppe von Polizeibeamten steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, mit Fahrzeugen auf der Straße, einer Person mit einer Kamera auf der linken Seite und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Julian Lang

Verschlungen in Widersprüche - 59.000 Euro gesichert - Bundespolizei stoppt zwei Männer mit 59.000 Euro aus Darknet-Geschäften an der Grenze

Bundespolizei in Aachen beschlagnahmt über 59.000 Euro bei Routinekontrolle an der Grenze

Bei einer standardmäßigen Grenzkontrolle hat die Bundespolizei in Aachen zwei Männern mehr als 59.000 Euro abgenommen. Das Duo war aus den Niederlanden kommend über die Autobahn A4 nach Deutschland eingereist. Widersprüchliche Aussagen der beiden und ein positiver Drogentest weckten bei den Beamten schnell Misstrauen.

Der Vorfall begann, als die Polizisten das Fahrzeug in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze anhielten. Der 38-jährige Fahrer konnte keinen gültigen Führerschein vorlegen, während sein 40-jähriger Beifahrer keinerlei Ausweispapiere bei sich hatte. Beide machten unschlüssige Angaben dazu, ob sie Bargeld über dem gesetzlichen Limit von 10.000 Euro oder verbotene Gegenstände mitführten.

Bei einer Durchsuchung des Wagens wurden 59.000 Euro in bar gefunden, die die Männer angeblich aus Spielgewinnen stammten. Ein bei beiden durchgeführter Drogen-Schnelltest schlug positiv an. Ihre widersprüchlichen Erklärungen führten zu weiteren Ermittlungen.

Wie sich später herausstellte, stammte das Geld aus Kryptowährungstransaktionen auf dem Darknet-Marktplatz Archetyp Market. Die Behörden bestätigten, dass einer der Männer über die Plattform 375 Gramm Kokain erworben hatte. Die Polizei wertet nun Blockchain-Daten aus, verfolgt IP-Adressen nach und arbeitet mit internationalen Darknet-Experten zusammen, um das volle Ausmaß der Geschäfte aufzudecken.

Die beschlagnahmten Gelder bleiben vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen andauern. Die Behörden prüfen die Herkunft des Bargelds und mögliche Verbindungen zu kriminellen Machenschaften. Weitere rechtliche Schritte hängen von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab.