Bewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und lokale Geschichte

Luisa Klein
Luisa Klein
2 Min.
Ein Mahnmal f"{u}r Holocaust-Opfer steht auf einem Stadtplatz, mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze und verstreuten trockenen Bl"{a}ttern, Geb"{a}uden, Fahrzeugen, Masten, B"{a}umen und dem Himmel im Hintergrund.Luisa Klein

Bewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und lokale Geschichte

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Orten in der Stadt.

Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie betonte die Bedeutung der lokalen Erinnerungskultur und die gesellschaftliche Verantwortung, diese Geschichten wachzuhalten.

Die Route führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Stolpersteinen. An der Borker Straße 5 erinnern sechs dieser Gedenksteine an die jüdische Familie Rosenbaum – sie wurden am 11. Dezember 2025 verlegt. Eine weitere Station war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe.

Die Lünen-Süd-Blasmusik begleitete die Veranstaltung musikalisch. Die Organisatoren – darunter die Initiative Stolpersteine Lünen, das Stadtmuseum Lünen und lokale Gästeführer – zeigten sich zufrieden mit der Resonanz. Der Marsch endete mit einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum St. Georg, wo die Planung einer jährlichen Wiederholung bekannt gegeben wurde.

Der Gedenkmarsch brachte Anwohner, Vertreter der Stadt und Musiker zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken. Die Organisatoren kündigten an, auch in den kommenden Jahren ähnliche Veranstaltungen durchzuführen, um die Erinnerung in Lünen lebendig zu halten.