Betrügerbanden zocken Senioren in NRW um 162.000 Euro ab – jetzt beginnt der Prozess
Betrügerbanden zocken Senioren in NRW um 162.000 Euro ab – jetzt beginnt der Prozess
In Münster muss sich ein 26-jähriger Mann wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring vor Gericht verantworten. Die Masche zielte auf ältere Bürger ab, die unter falschen Vorwänden dazu gebracht wurden, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Die Ermittler haben zahlreiche Fälle in Nordrhein-Westfalen aufgedeckt, bei denen ein Gesamtschaden von 162.000 Euro entstand.
Bei dem Betrug gaben sich Bandenmitglieder als Polizisten aus. Sie kontaktierten die Opfer und warnten sie vor angeblichen Einbrechern, die es auf ihre Wohnungen abgesehen hätten. Um ihre Wertsachen zu "schützen", wurden die Geschädigten angewiesen, diese sicher zu verwahren und einem "Beamten" zu übergeben – der in Wahrheit Teil der Bande war.
Zwei ältere Opfer aus dem Raum Münster, einer aus Beckum und ein weiterer aus Sendenhorst, verloren auf diese Weise Geld und Schmuck. Weitere Fälle wurden später in Ostwestfalen bekannt, wobei die genaue Zahl noch unklar ist. Bisher sind nur vereinzelte Vorfälle aus Januar und Februar 2026 dokumentiert.
Der Angeklagte soll demnach Wohnungen in der Türkei angemietet haben, von denen aus die betrügerischen Anrufe getätigt wurden. Zudem soll er von einem Komplizen gestohlene Waren entgegengenommen haben. Derzeit arbeitet er mit den Behörden zusammen und hat angekündigt, vor Gericht eine Aussage zu machen.
Für März sind vier Verhandlungstermine angesetzt; mit einem Urteil ist kurz danach zu rechnen. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann mehrere Jahre Haft.
Der Prozess folgt auf eine Serie von Betrugsfällen, durch die ältere Bürger um insgesamt 162.000 Euro gebracht wurden. Die Kooperation des Angeklagten könnte weitere Einblicke in die Strukturen der Bande liefern. Eine Entscheidung über das Strafmaß wird nach Abschluss der Verhandlungen erwartet.
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