23 March 2026, 18:21

Bergisch Gladbachs Haushaltsstreit spaltet die lokale Politik ohne Koalition in Sicht

Schwarz-weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Bergisch Gladbachs Haushaltsstreit spaltet die lokale Politik ohne Koalition in Sicht

Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach entwickeln sich zu einer der härtesten Bewährungsproben für die lokale Politik seit Jahren. Ohne eine regierende Koalition sind die Spannungen groß, während die CDU trotz finanzieller Engpässe ihre Prioritäten durchsetzen will. Michael Metten, Fraktionsvorsitzender der CDU, skizzierte kürzlich auf einer Veranstaltung des BürgerClubs die Position seiner Partei.

Die Stadtverwaltung ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen: Für 2026 sind 1.528 Mitarbeiter vorgesehen – ein Anstieg um 29 Prozent gegenüber früheren Zahlen. Metten hinterfragte, warum trotz der fortschreitenden Digitalisierung, die viele Abläufe verändert, keine Personalabbaupläne vorlägen. Die Personalkosten könnten seiner Ansicht nach ein zentraler Ansatzpunkt für Einsparungen sein.

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Zu den Hauptforderungen der CDU gehören höhere Investitionen in Schulen, die Straßeninfrastruktur sowie das Entwicklungsgebiet Zanders. Zudem pocht die Partei auf mehr Bauaufsichts- und Genehmigungsbeamte – und das trotz der angespannten Haushaltslage. Bei der Grundsteuer will die CDU den geplanten Anstieg um 100 Punkte auf lediglich 25 Punkte begrenzen, um die Bürger zu entlasten.

Metten machte deutlich, dass eine Einigung im Haushalt mit SPD und Grünen nicht zu einer weiteren Koalition führen werde. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss er kategorisch aus – selbst wenn deren Stimmen für eine Mehrheit nötig wären. Sein Verhältnis zu Bürgermeister Marcel Kreutz bleibt kollegial; beide kennen sich seit ihrer ersten Ratssitzung vor einem Jahrzehnt.

Als stärkste Fraktion im Stadtrat ist die CDU entschlossen, ihre von den Wählern mandatierten Ziele durchzusetzen. Doch ohne Koalitionsperspektive und angesichts wachsender finanzieller Belastungen bleibt der Ausgang der Verhandlungen ungewiss. Wie es der Stadt gelingt, neue Ausgaben mit Sparmaßnahmen in Einklang zu bringen, wird den Haushalt für das kommende Jahr prägen.

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