Bergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Julian LangBergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem Gelände des Zanders-Industrieareals voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung bewilligt, um den Fluss freizulegen und naturnah umzugestalten. Bei Erfolg könnte das Projekt das Gebiet grundlegend verändern und seine Attraktivität für Anwohner und Besucher gleichermaßen steigern.
Der Stadtrat beschloss kürzlich, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, finanzielle Unterstützung für das Strunde-Projekt zu beantragen. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro – rund 5,4 Millionen – könnten aus Bundesmitteln stammen, während die verbleibenden 20 Prozent aus den städtischen Rücklagen gedeckt würden.
Lokale Politiker betonen die Bedeutung des Vorhabens. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, forderte die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für die Förderung einzusetzen. Andreas Ebert, sprecher für Stadtentwicklung der SPD, rief den Haushaltsausschuss des Bundestags dazu auf, die Initiative zu unterstützen, und hob hervor, dass das Projekt den Fluss freilegen und der Öffentlichkeit zugänglich machen werde.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, wies darauf hin, dass die Renaturierung der Strunde dem Zanders-Gelände eine neue Identität verleihen werde. Sie beschrieb die Pläne als Chance, eine besondere Atmosphäre zu schaffen und die Attraktivität des Gebiets zu erhöhen. Die Stadt wird den offiziellen Förderantrag voraussichtlich Ende 2026 bei der Bundesregierung einreichen, wobei die endgültige Entscheidung beim Bundestag liegt.
Der Erfolg des Projekts hängt von der Bewilligung der Bundesmittel ab. Bei einer Zusage könnte die renaturierte Strunde das Zanders-Areal prägen und gleichzeitig die finanzielle Belastung für die Stadt verringern. Als nächster Schritt steht die offizielle Interessensbekundung Bergisch Gladbachs im vierten Quartal 2026 an.






