07 May 2026, 20:21

Bergisch Gladbach ringt um Straßenprojekte zwischen Fortschritt und Personalmangel

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf der Straße fahren.

Bergisch Gladbach ringt um Straßenprojekte zwischen Fortschritt und Personalmangel

Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach berät über Straßen- und Verkehrsprojekte

Der Mobilitäts- und Verkehrsausschuss von Bergisch Gladbach kam in dieser Woche zusammen, um mehrere Straßen- und Verkehrsvorhaben zu prüfen. Personalmangel und Haushaltszwänge prägten viele Entscheidungen – einige Pläne wurden verschoben, andere vorangetrieben. Zu den zentralen Abstimmungen zählten Änderungen an der Buchholzstraße, Radwegeverbesserungen auf der Paffrather Straße sowie künftige Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße.

Zunächst befasste sich der Ausschuss mit der Buchholzstraße und stimmte für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung beibehält. Kleine Änderungen der SPD und Grünen, die vor allem bessere Radverkehrsbedingungen vorsahen, wurden angenommen.

Für den Lerbacher Weg schlugen dieselben beiden Parteien Anpassungen am Entwurf der Verwaltung vor, insbesondere zur Radinfrastruktur. Die CDU hingegen setzte sich für eine Verbreiterung der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath ein und forderte die Aufhebung der Einbahnregelung, um Lkw-Zufahrten zu erleichtern. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda verwies jedoch auf Personalengpässe, die eine Umsetzung dieser Pläne verzögern würden.

Geschützte Radspuren auf der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße und Stationsstraße wurden bestätigt. Allerdings musste Migenda eine Niederlage bei der geplanten Radspur am Hasenweg in Refrath einräumen, nachdem das Verwaltungsgericht Köln diese für rechtswidrig erklärte.

Der Ausschuss unterstützte zudem einen Antrag, der den Rheinisch-Bergischen Kreis und die Stadt Köln auffordert, Ersatzverkehre für die Buslinie S11 sicherzustellen. Bei der langfristigen Planung wurde das Maßnahmenprogramm 2026–2028 verabschiedet, wobei die CDU dafür plädierte, sich vorerst auf das Jahr 2026 zu konzentrieren. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll schließlich im späten Jahr 2027 beginnen, mit Baustellenstart in der zweiten Jahreshälfte.

Im Verlauf der Beratungen wiesen Vertreter wiederholt auf anhaltenden Personalmangel hin, der sowohl die Instandhaltung als auch neue Projekte bremst. Als Hauptgrund für die Verzögerungen wurden Haushaltskürzungen genannt.

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Die Sitzung brachte sowohl Fortschritte als auch Rückschläge. Während die geschützten Radwege auf der Paffrather Straße vorankommen, bleibt die Buchholzstraße in ihrer bisherigen Form erhalten – wenn auch mit kleineren Aufwertungen für den Radverkehr. Personalmangel und rechtliche Hürden blockieren jedoch andere Vorhaben, darunter die Radspur am Hasenweg und die Erweiterung der Straße „Auf der Kaule“. Die Sanierung der Leverkuser Straße bleibt für 2027 geplant, doch weitere Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.

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