Bensberg diskutiert Schutzmaßnahmen gegen Gewalt im öffentlichen Dienst
Luisa KleinBensberg diskutiert Schutzmaßnahmen gegen Gewalt im öffentlichen Dienst
Dreitägige Konferenz zu Arbeitssicherheit im öffentlichen Dienst in Bensberg
Vom 24. bis 26. Februar fand in Bensberg eine dreitägige Konferenz zum Thema Arbeitssicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Sektor statt. Rund 120 Fachleute aus verschiedenen Bereichen nahmen an der Veranstaltung mit dem Titel „Sicher im öffentlichen Raum: Schutz, Prävention und Perspektiven für Beschäftigte im öffentlichen Dienst“ teil. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Strategien zur Verringerung von Gewalt und zur Verbesserung des Schutzes von Mitarbeitenden in kundennahen Positionen.
Eröffnet wurde die Konferenz mit Diskussionen über die Förderung einer Sicherheitskultur in Behörden und Institutionen. Prof. Dr. Philipp Walkenhorst und Jochen Grimmelt betonten die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten. Ihre Beiträge gaben den Ton für die folgenden Sessions an, in denen reale Herausforderungen von Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst beleuchtet wurden.
Barbara Havliza, die Opferbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, und Markus Hartmann analysierten gemeinsam die psychologischen Folgen von Feindseligkeit, Hass und Bedrohungen. Ihre Ausführungen zeigten auf, wie solche Vorfälle das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung der Betroffenen beeinträchtigen. Eine anschließende Podiumsdiskussion vertiefte konkrete Fälle von Gewalt am Arbeitsplatz und bewertete, welche Schutzmaßnahmen hier hätte wirksam sein können.
Regierungspräsident Dr. Thomas Wilk forderte einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Berufsgruppen, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln. Justizminister Dr. Benjamin Limbach unterstrich dies und erklärte, der Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst sei eine gemeinsame Aufgabe. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz: Die hohe Beteiligung und der Austausch vielfältiger Lösungsansätze, die sich auf verschiedene Bereiche übertragen lassen, hätten die Konferenz zu einem Erfolg gemacht.
Die Konferenz endete mit dem Bekenntnis, Gewaltschutz- und Präventionsmaßnahmen fest in den Strukturen des öffentlichen Dienstes zu verankern. Die Teilnehmenden nahmen praktische Erkenntnisse sowie ein gestärktes Netzwerk an Sicherheitspartnern mit, das zukünftige Initiativen unterstützen soll. Die Ergebnisse der Veranstaltung dürften künftig in politische Maßnahmen einfließen, die darauf abzielen, berufliche Risiken für Beschäftigte zu verringern.






