121 neue Deutsche: Feierliche Einbürgerung in Marl zeigt wachsende Vielfalt

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Ein gerahmtes Plakat zum 70. Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen in der Mitte und umgeben von Text und Zahlen.Johanna Krüger

121 neue Deutsche: Feierliche Einbürgerung in Marl zeigt wachsende Vielfalt

121 Menschen erhalten deutsche Staatsbürgerschaft bei feierlicher Zeremonie in Marl's Scharoun-Schule

Bei einer besonderen Einbürgerungsfeier in der Scharoun-Schule in Marl wurden insgesamt 121 Menschen zu deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern vereidigt. Die vom Stadtrat und dem Bundesverwaltungsamt organisierte Veranstaltung verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Einbürgerungen im Vergleich zu den Vorjahren. Unter den neuen Bürgerinnen und Bürgern befanden sich auch 17 bisher staatenlose Personen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben.

Die Feier fand am 15. Oktober 2025 statt und wurde von Bürgermeister Carsten Fasbender sowie Matthias Ruettgardt, dem stellvertretenden Leiter des Bürgerdienstes, geleitet. Jede neue Bürgerin und jeder neue Bürger erhielt neben der Einbürgerungsurkunde ein Geschenk: eine Ausgabe des Grundgesetzes sowie eine Collage für Familien mit Kindern unter zwölf Jahren.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Pianisten Stephan Arnold und seiner Tochter Jule, die auf der Violine spielte. Den Abschluss bildeten ein Gruppenfoto und das gemeinsame Singen der Nationalhymne. Die diesjährigen Einbürgerungen spiegeln einen wachsenden Trend in Marl wider: 2025 haben bereits 367 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten – ein Anstieg gegenüber 259 im Jahr 2024 und 87 im Jahr 2023. Die meisten Neubürger stammen aus Syrien (56), gefolgt von der Türkei (16), Polen und Ägypten (jeweils vier). Die 17 zuvor Staatenlosen sind palästinensische Flüchtlinge, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben. Vertreter der Stadt ermutigten die neuen Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen.

In Marl leben mittlerweile rund 14.400 Menschen mit Migrationshintergrund aus über 120 Nationen. Mit den jüngsten Einbürgerungen steigt die Gesamtzahl für 2025 auf 367 – fast das Dreifache im Vergleich zu vor zwei Jahren. Die Feier unterstrich sowohl die Vielfalt der Stadt als auch ihr kontinuierliches Engagement, langjährige Bewohner in das deutsche Gemeinschaftsleben zu integrieren.