23 May 2026, 14:17

100-Qubit-Quantumcomputer in Jülich eingetroffen – Hybridrechnen startet 2025

Wachstum für die europäische Quantencomputer-Infrastruktur

100-Qubit-Quantumcomputer in Jülich eingetroffen – Hybridrechnen startet 2025

Ein neuer 100-Qubit-Quantumcomputer ist am Jülich Supercomputing Centre (JSC) in Deutschland eingetroffen. Das System, das Mitte November vom französischen Unternehmen Pasqal geliefert wurde, ist Teil des übergeordneten HPCQS-Projekts. Diese Initiative zielt darauf ab, Quantencomputing mit den bestehenden europäischen Hochleistungsrechnernetzen zu verknüpfen.

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Die Installation folgt auf die Auslieferung eines baugleichen Quantumcomputers nach Frankreich vor vier Monaten. Beide Systeme werden von der gemeinsamen Unternehmung EuroHPC (EuroHPC JU) finanziert und erhalten zusätzlich Unterstützung von sechs europäischen Ländern. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt hin zur Integration von Quantentechnologie in die Hochleistungsrechen-Infrastruktur (HPC) des Kontinents.

Die neue Maschine wird direkt mit dem Supercomputer JURECA DC am JSC verbunden. Diese Anbindung ermöglicht hybrides Rechnen, bei dem klassische und quantenbasierte Datenverarbeitung für komplexe Aufgaben kombiniert werden. Forscher erwarten Anwendungen in Bereichen wie der Medikamentenentwicklung, der Optimierung von Lieferketten und dem quantenbasierten maschinellen Lernen.

Prof. Dr. Astrid Lambrecht, Vorsitzende des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, bezeichnete den Quanten-Simulator als eine entscheidende Ergänzung der wachsenden Quanteninfrastruktur am Standort. Unterdessen bestätigte Prof. Kristel Michielsen, Leiterin von JUNIQ und des Bereichs Quantencomputing am JSC, dass das System voraussichtlich im Juni 2025 in Betrieb genommen wird. Das Gerät wird zudem die Jülich UNified Infrastructure for Quantum Computing (JUNIQ) erweitern, eine Plattform, die öffentlichen Zugang zu Quantenressourcen bietet.

Die Inbetriebnahme stärkt Europas Position in der Quantencomputing-Forschung. Durch die Integration mit Supercomputern wie JURECA DC wird das System hybride Fähigkeiten für wissenschaftliche und industrielle Anwendungen bereitstellen. Der Zugang zur Maschine wird ab Mitte 2025 über JUNIQ möglich sein.

Quelle